Die Ernst-Schulze-Gesellschaft

 

Benannt ist die Ernst-Schulze-Gesellschaft nach dem Dichter Ernst Schulze, der 1789 in Celle geboren wurde und hier 1817 mit nur 28 Jahren an der Schwindsucht (Lungen-Tbc) starb. Gegründet worden ist sie im Jahr 2016, weil 2017 Ernst Schulzes 200. Todestag begangen werden sollte.

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Jubiläumsjahres ist der Tätigkeitsbereich der Gesellschaft so ausgeweitet worden, dass sie sich dem Werk aller Schriftstellerinnen und Schriftsteller von überregionaler Bedeutung widmet, die einen näheren Bezug zur Region Celle haben. Das Logo hat deshalb den Zusatz „Literatur in Celle“ erhalten. Veranstaltet werden u.a. Lesungen und Vorträge.

Ernst-Schulze-Denkmal im Rosengarten gefeiert

 

Im Rosengarten am Französischen Garten hatten sich viele Menschen eingefunden, bei schönstem Sommerwetter. Schon seit einem halben Jahr steht dort zwischen den Rosenbüschen das Denkmal für den Dichter Ernst Schulze (1789 - 1817). Eine Denkmal-Enthüllung und eine Feier aus diesem Anlass waren im Winter wegen der Pandemie unmöglich gewesen. In den letzten Monaten ist die hellgraue Stele mit dem Kopf aus dunklem Stein zwar für viele schon ein vertrauter Anblick geworden, aber eine würdige Feier fehlte noch.

Dazu hatte die die Ernst-Schulze-Gesellschaft jetzt eingeladen. Die Pandemie machte auch jetzt noch Einschränkungen notwendig: Eine Anmeldung war notwendig, Abstand musste eingehalten werden, und eine Maske war zu tragen. Das aber hielt die Interessierten nun nicht davon ab, in den Rosengarten zu kommen. Bei allerbestem Sonnenschein konnte das Denkmal willkommen geheißen werden. Die große Platane bot genügend Schatten. Mehr als 60 Gäste hatten sich eingefunden: Mitglieder der Ernst-Schulze-Gesellschaft, Förderer, Unterstützer, Politiker, Schüler des Ernestinums. Zwei junge Kurden hatten schon bei den Vorbereitungsarbeiten mitgewirkt. Leider musste die Zahl der Teilnehmenden wegen der Corona-Hygienevorschriften sehr begrenzt bleiben, die Anwesenden aber freuten sich sichtlich, das Denkmal zu feiern.

 

Seit über hundert Jahren hatte man in Celle über ein Denkmal für Ernst Schulze diskutiert und gestritten, für den großen Romantiker, den bedeutenden Dichter und Sohn dieser Stadt. Nun endlich ist die Idee Wirklichkeit geworden. Geschaffen hat das Werk der in ganz Deutschland hoch angesehene Bildhauer Uwe Spiekermann. Er hatte 2019 in der Walhalla in Regensburg eine Porträtbüste von Käthe Kollwitz aufstellen können.

 

Mit gespammter Aufmerksamkeit lauschten die Gäste nun Dietrich Ackemann, der die Veranstaltung mit einem Trompetensolo des Barockkomponisten Henry Purcell eröffnete. Nach der Begrüßung durch Lothar Haas, den Vorsitzenden der Ernst-Schulze-Gesellschaft, sprach Oskar Ansull über Ernst Schulzes dichterisches Werk, über seine Selbsteinschätzung, über seine schärfer werdende Kritik „an der Stickluft engster bürgerlicher Verhältnisse“. Ansull: „… ein wacher lebensfroher Geist mit zuweilen beißendem Spott auf Spießertum …“ oder „Schulze nimmt die Haltung eines Rollenspielers ein, tritt öffentlich in wechselnden Masken auf, sein Inneres schützend zu verbergen.“ Manche Aspekte der Haltung des Schriftstellers beleuchtete Oskar Ansull und sah bei ihm den „Wunsch mancher freigeistiger, romantischer Dichter, ganz selbst in gesteigerter Intensität zu sein“.

 

Aus künstlerischer Sicht betrachtete Dietrich Klatt das Denkmal. Zu dem Kopf aus hartem Hessischem Olivindiabas sagt er: „Dieser Kopf wächst aus flächigen, scharfkantigen Formen des Wachenzeller Dolomits hervor. Seine Oberfläche scheint zu vibrieren, sie ist rau, aufgewühlt und leicht gewellt, sie ist vom Leben gezeichnet.“ Und er schließt: „Uwe Spiekermann hat ein denkwürdiges Werk geschaffen, das zum Sehen und zum Begehen, zum Lesen, zum Nachdenken und zum Bedenken auffordert – ein Denkmal für Ernst Schulze!“ Die Anwesenden konnten sich davon überzeugen, wie treffend diese Wertung ist.

 

Lothar Haas hatte sich sehr zufrieden gezeigt, dass die Bemühungen um ein Denkmal nach so langer Zeit trotz einiger Verzögerungen und Gegenkräften endlich erfolgreich waren. Danken konnte er den großen finanziellen Förderern, der RWLE Möller Stiftung, der Sparkasse, der in Celle ansässigen Landschaft des vormaligen Fürstentums Lüneburg und der Arno Schmidt Stiftung Bargfeld, die den Grundstock zur Finanzierung des Denkmals gelegt haben. Für diese Förderer sprach Stefan Gratzfeld, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse und betonte die Bedeutung kultureller Aktivitäten für die Gemeinschaft. Solche Anstrengungen im Rahmen des Möglichen finanziell zu unterstützen, sei den Förderern ein beständiges Anliegen.

 

Lothar Haas hatte den Blick auch darauf gelenkt, dass 40 Prozent der Kosten des Denkmals von den Mitgliedern und privaten Unterstützern der Ernst-Schulze-Gesellschaft aufgebracht worden sind, durch Mitgliedsbeiträge und in vielen kleineren und größeren Spenden. Haas: „Öffentliche Kassen haben nichts beitragen müssen. Die Zivilgesellschaft hat mit vielen einzelnen Beiträgen dieses Denkmal ermöglicht!“

 

Nach den Ansprachen wurden aus dem Vorstand der Ernst-Schulze-Gesellschaft noch Zitate des Dichters vorgetragen. Elke Haas sprach die Verse aus der „Bezauberten Rose“, die auf dem Denkmal wiedergegeben sind:

„Wie innig Ros’ und Lorbeer sich verschlingen,

Umschlingen jetzt sich Bräutigam und Braut. –

Stumm war die Nacht, dem Dichter nur verrieten,

Was sie gesehn, Laub Lüfte, Duft und Blüten.

Friederike Schiedung rezitierte Worte aus einem Brief Schulzes, geschrieben aus Göttingen an einen Freund:

„Für ein Heideblümchen gäbe ich die ganze Flora des botanischen Gartens, und gern entsagte ich den Bergen mit ihren Ruinen und laubigen Wäldern; und die freundlichen Partien, welche die Gegend ringsum darbietet, wollte ich mit Freuden opfern, wenn ich den Lachtehäuser Sandweg hierher zaubern könnte.“

 

Den Schluss machte die Trompete von Dietrich Ackemann mit einem Thema von Carl Maria von Weber, einem Zeitgenossen Schulzes. Von der Veranstaltung und von dem Denkmal zeigten sich alle beeindruckt, und sie konnten sich voller Anregungen auf den Heimweg machen.

 

Dichterrosentag“ in Celle

 

 

Im Rosengarten am Französischen Garten versammelten sich jetzt einige Verantwortliche der Ernst-Schulze-Gesellschaft. Zu Ehren des vor über 200 Jahren verstorbenen Celler Dichters Ernst Schulze legten sie an seinem Denkmal eine Rose nieder. Auch an vielen anderen Orten im deutschsprachigen Raum haben an diesem Tag Literaturvereine und Literaturinteressierte an einem Denkmal, einem Grab oder einem anderen Ort Schriftstellerinnen und Schriftsteller mit einer Rose geehrt. Zu dem diesjährigen „Dichterrosentag“ hatte der „Verein Literaturlandschaften“ aus Nordhorn aufgerufen, wie er das seit 25 Jahren tut.

 

In dem schönen kleinen Rosengarten, in dem gerade die Rosenblüte beginnt, erinnerte Lothar Haas, Vorsitzender der Ernst-Schulze-Gesellschaft, daran, dass das von Uwe Spiekermann geschaffene Denkmal hier gerade vor einem halben Jahr errichtet worden war. Haas sprach auch von den Versromanen, die Ernst Schulze verfasst hat, darunter sein berühmtestes Werk „Die bezauberte Rose“, und er verwies darauf, dass Franz Schubert eine Reihe kunstvoller Gedichte Ernst Schulzes vertont hat, die noch heute rund um die Welt aufgeführt werden.

Die vier Verse aus Schulzes „Bezauberter Rose“, die sich um das Denkmal herumziehen, trug Haas vor:

Wie innig Ros und Lorbeer sich verschlingen,

Umschlingen jetzt sich Bräutigam und Braut. –

Stumm war die Nacht; dem Dichter nur verrieten,

Was sie gesehn, Laub, Lüfte, Duft und Blüten.

Freuen konnte sich die Ernst-Schulze-Gesellschaft darüber, dass an diesem Tag nicht nur sie den Dichter mit einer Rose ehrte. Zuvor waren schon zwei Rosen dort niedergelegt worden.

 

Die Ernst-Schulze-Gesellschaft wollte an diesem Tag nicht nur ihrem Namengeber die Ehre erweisen, auch drei weitere Schriftsteller, die in Celle gestorben sind, wurden mit einer Rose gewürdigt. Weiter ging es also zur zweiten Station. Für den im Jahr 1611, also vor vierhundert Jahren, verstorbenen Johann Arnd(t) legte VorstandsmitgliedAnke Prinzhorn eine Rose nieder. Da Arndt in der Gruft unter der Stadtkirche bestattet ist, konnte die Aktion nicht dort stattfinden. So war als Ort die Trift ausgewählt worden, angrenzend an die nach Arnd(t) benannte Arndstraße. Der Brunnen mit der Schäferfigur war ein würdiger Ort für die Ehrung.

 

Elke Haas erläuterte, dass der Generalsuperintendent nicht nur Theologe war, sondern ein Mann von großer dichterischer Kraft, der die Menschen mit seinem Wort beeindruckt hat. Seine „Vier Bücher vom wahren Christentum“ und das „Paradiesgärtlein“ wurden in viele europäische Sprachen übersetzt. Für die Menschen waren die Bücher in schwerer Zeit Stütze und Trost. Später nahmen Auswanderer Arndts Bücher mit ihrer anschaulichen, bildreichen und rhythmisch starken Sprache mit in die Neue Welt. Ein Beispiel trug Elke Haas vor:

Gott hat uns seinen lieben Sohn zu einem Propheten, Doktor und Lehrer verordnet, und denselben durch eine Stimme vom Himmel empfohlen, und zu hören befohlen. Dieses Lehramt hat der Sohn Gottes nicht allein geführet mit Worten, sondern auch mit Werken und schönen Exempeln seines allerheiligsten Lebens, wie einem rechtschaffenen Lehrer gebühret […].

 

Weiter begaben sich die Beteiligten zum alten Friedhof an der Kuckuckstraße. Hier wurde Vincentius Dominus de Magno Cavallo gewürdigt, der vor etwa 300 Jahren geboren und 1805 auf diesem Friedhof begraben wurde. Da Magno Cavallos Grab nicht mehr existiert, war eine andere alte Grabstelle für die Würdigung ausgewählt worden. Auf der Grabplatte lag ein fiktives Porträt Magno Cavallos, eine von Friederike Witt-Schiedung geschaffene Collage.

 

Lothar Haas sprach davon, dass Magno Cavallo wohl ein entlaufener Mönch aus Italien war, der in Europa herumgezogen ist, eine schillernde Persönlichkeit, ein Exzentriker. Nach Celle kam er wegen Caroline Mathilde, und er wohnte hier lange in der Neustadt. Mancherlei literarische Texte hat er geschrieben, und er hat auch eine der ersten Frauenzeitschriften herausgebracht.

 

Die Würdigung für diesen sehr speziellen Celler Literaten bekam dadurch besonderen Glanz, dass sein Textbeispiel von Uwe Winnacker – als Wiedergänger des Geehrten in glanzvollem Kostüm – gesprochen wurde:

Ein Compliment ohne Melodie, ist wie eine Speise ohne Zucker, und ohne Salz, wie ein Trunk kaltes Wasser ohne Geschmack, ohne Geist, ohne Wärme.

Im Gegentheil ein Compliment mit Aria, ist ein Nektar, und eine Ambrosia, fähig mit Vergnügungen und Entzückungen nicht allein menschliche, sondern auch himmlische Geister zu nähren.

 

Schließlich ging es weiter zum Waldfriedhof. Hier ist Kurt Rose begraben, geboren 1908 und gestorben 1999 in Celle. Über diesen Dichter, der Lebensstationen in etlichen Ländern verbracht hat, sprach Vorstandsmitglied Friederike Schiedung. Rose war Übersetzer, Lehrer, Verfasser von Sach- und Fachbüchern und ein Dichter. Zu seinem dichterischen Werk gehören sieben Lieder, die im heute gültigen evangelisch-lutherischen Gesangbuch stehen. Den Text eines Kanons von ihm aus dem Gesangbuch, der gut in die heutige Corona-Zeit passt, rezitierte Friederike Schiedung dann:

Das wünsch ich sehr,

dass immer einer bei mir wär,

der zu mir spricht:

Fürchte dich nicht.“

 

Am Grabstein des Celler Dichters Kurt Rose konnte Anke Prinzhorn dann die vierte der Rosen niederlegen.

 

Dieser Dichterrosentag soll für Celle nicht der letzte gewesen sein.

TÄTIGKEITSBERICHT 2019/2020

Der Bericht steht Ihnen im Bereich DOWNLOADS zur Verfügung

Ein Denkmal für einen Dichter,

für Ernst Schulze!

 

Bislang gab es in Celle kein Denkmal für einen Dichter oder sonstige Kunstschaffende. Das hat sich jetzt geändert. Im Rosengarten am Französischen Garten steht ein Denkmal für Ernst Schulze, den aus Celle stammenden und hier vor mehr als 200 Jahren jung gestorbenen berühmten Dichter der Romantik. Im Rondell des Rosengartens hat der Bildhauer Uwe Spiekermann seine Skulptur aufgestellt, die er im Auftrag der Ernst-Schulze-Gesellschaft geschaffen hat.


Eine schmale Stele aus hellgrauem Wachenzeller Dolomit erhebt sich über einer rechteckigen Grundfläche, ist etwas geneigt und in sich leicht verdreht. Damit wirkt sie dem Betrachter zugewandt. Der obere Teil ist eine stilisierte Büste, der Kopf ist aus Hessischem Olivindiabas, einem dunklen Stein, gearbeitet. Der Kopf der übermannshohen Statue scheint in die Ferne zu blicken. Noch ist das Denkmal von einem Baustellengitter umgeben, weil der Beton, der es mit dem Fundament dauerhaft verbindet, noch aushärten soll. Zu betrachten ist das Werk aber schon jetzt von allen Seiten. So findet man nicht nur an der Stele das dunkle Schild „DICHTER ERNST SCHULZE 1789 -1817 CELLE“.

In die Büste eingemeißelt sind auch vier Verse aus Schulzes berühmtestem Werk „Die bezauberte Rose“:


„Wie innig Ros’ und Lorbeer sich verschlingen,
Umschlingen jetzt sich Bräutigam und Braut. –
Stumm war die Nacht; dem Dichter nur verrieten,
Was sie gesehn, Laub, Lüfte, Duft und Blüten.“


Wer diese Verse dort lesen möchte, muss um das Denkmal herumgehen, hat dann aber auch ein starkes Gefühl für die poetische Sprache Ernst Schulzes gewonnen. Und man ahnt, warum dieser Dichter im 19. Jahrhundert einer der meistgelesenen deutschsprachigen Schriftsteller war. Wer sich heute auf „Die bezauberte Rose“ einlässt, erfährt, welche Kraft der Dichter auch nach mehr als 200 Jahren hat.


    Forderungen und Pläne, Ernst Schulze in Celle ein Denkmal zu widmen, hatte es seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts immer wieder gegeben, aber die Verwirklichung gelang nie. 2017 gab der 200. Todestag des jung gestorbenen Dichters nun Anlass, die früheren Bemühungen wieder aufzunehmen. Die Ernst-Schulze-Gesellschaft fand in dem Steinbildhauer Uwe Spiekermann einen Künstler, der für diese Aufgabe alles mitbrachte:

große Erfahrung, fachliche Fähigkeit und begeisterndes Engagement. Er hatte 2019 eine Porträtbüste der Grafikerin, Malerin und Bildhauerin Käthe Kollwitz für die Walhalla in Regensburg geschaffen, und im selben Jahr war er von Wirtschaftsminister Althusmann mit dem Niedersächsischen Staatspreis für das gestaltende Handwerk geehrt worden.
    Für den Kopf des Denkmals nahm sich Spiekermann eine Zeichnung zur Vorlage, die von August Kestner stammt.


Ernst Schulze und August Kestner (1777-1853) waren eng befreundet. Sie hatten sich im „Literarischen Salon“ kennengelernt, den Henriette Gräfin von Egloffstein, verheiratet mit dem in Celle gebürtigen Oberforstmeister Carl Freiherr von Beaulieu-Marconnay (1777-1855), in Misburg führte. Der junge Jurist August Kestner war Sohn des hannoverschen Hofbeamten Kestner und dessen Ehefrau Charlotte geb. Buff aus Wetzlar. (Sie war einst heiß umworben gewesen vom jungen Goethe, der, nachdem ihn „Lotte“ zurückgewiesen hatte, den Briefroman „Die Leiden des jungen Werther“ schrieb.) Schulze und Kestner verband die Begeisterung für Kunst, Geschichte und Literatur. Ab 1813 nahmen beide als Freiwillige am Befreiungskampf gegen Napoleon teil, zunächst gemeinsam im Anwerbe-Büro des nunmehrigen Kommandanten Beaulieu-Marconnay in Göttingen, danach 1816 aktiv im Kampf vor Harburg. Wann genau Kestner seinen Freund gezeichnet hat, wissen wir nicht, dass er ihn aber sehr gut kannte und schätzte, durchaus. –


Name und Leistung August Kestners sind den meisten von uns durch das Museum August Kestner in Hannover bekannt, dessen Grundstock seine große Antikensammlung bildet. –
Dass das Denkmal nun gerade im Rosengarten steht, ist nicht zufällig. Schulzes „Bezauberte Rose“ handelt von der Natur und der Liebe, deren Symbol die Rose ist. In dem genannten Versepos wird eine junge Frau zu ihrem eigenen Schutz in einen Rosenstrauch verwandelt und später durch echte Liebe aus diesem Zustand erlöst. Dass das Zusammenspiel des Denkmals mit dem Rosengarten als Ort so realisiert werden konnte dankt die Stadt nicht zuletzt dem Wirken von Jens Hanssen, dem der Rosengarten stets ein Anliegen war.


Dietrich Klatt, der die Entstehung des Denkmals von Beginn an begleitet hat, sagt:
„Der Platz für das Denkmal des Dichters ist ideal. Der Standort, die Form, das Material gehen eine innige Verbindung ein. Die Form der literarischen Werke Ernst Schulzes ist geprägt von Wohlklang und Rhythmus der Sprache, mit der er den Nächsten, die Liebe und die Natur besingt. Am von vielen Menschen belebten Französischen Garten steht nun im Rosengarten an gut sichtbarer Stelle das aus Naturstein geschaffene Werk mit seinem Rhythmus der gegliederten Formen aus Schrift und Porträt des Dichters. Es ist auch erfreulich, dass zum ersten Mal in Celle einem Künstler aus Celle ein Denkmal gesetzt wird. Zwei plastische Werke im Französischen Garten sind fürstlichen Frauen gewidmet, so Éléonore d’Olbreuse, die der Herzog Georg Wilhelm aus reiner Liebe geheiratet hat, und der wegen ihrer nicht gestatteten Liebe verdammten Caroline Mathilde. Nun wird hier nach zwei Jahrhunderten endlich dem großen Bürger der Stadt ein Denkmal gesetzt.“


    Hinter dem Denkmal liegt noch ein flacher Stein, der die Förderer nennt und auf die vielen Privaten hinweist, die gespendet haben. Lothar Haas, Vorsitzender der Ernst-Schulze-Gesellschaft erläutert: „Wir sind sehr froh darüber, wie viele Spender wir gewinnen konnten. Zusammen mit dem Geld, das aus den Mitgliedsbeiträgen stammt, sind so etwa 40 Prozent der Kosten des Denkmals getragen worden. Das zeigt, wie wichtig den Bürgerinnen und Bürgern die Kultur in ihrer Stadt ist.“ Und Elke Haas fügt hinzu: „Die Ernst-Schulze-Gesellschaft hat Schulzes großen Versroman ‚Die bezauberte Rose‛ gerade neu herausgegeben. Es ist ein schönes handliches kleines Buch mit festem Umschlag, in zeitgemäßer Antiqua-Schrift gesetzt und mit einer ausführlichen Einführung ergänzt, die den heutigen Lesern den Einstieg erleichtern kann. Das Werk kann bestellt werden für 9,90 € unter Tel. 05141-51925 oder unter ernst-schulze-gesellschaft@gmx.de.“


    Jetzt dürfen alle Interessierten sich auf den Sommer freuen, wenn im Rosengarten tatsächlich die Rosen blühen und die passende Umgebung für das Denkmal bilden.

Ernst Schulzes

Die bezauberte Rose

in neuer Ausgabe

 

 

 

Die Ernst-Schulze-Gesellschaft hat jetzt das berühmteste Werk des 1817 verstorbenen Celler Dichters Ernst Schulzes neu herausgegeben: „Die bezauberte Rose“. Dieser Versroman, der bald nach Schulzes frühem Tod erschien, hatte fast das gesamte 19. Jahrhundert hindurch zu den meistgelesenen deutschsprachigen Büchern gehört.

 

Die neue Ausgabe will heutigen Leserinnen und Lesern den Zugang zu dem Werk erleichtern. Der Text dieser Ausgabe hält sich genau an die Erstveröffentlichung im Brockhaus-Verlag aus dem Jahr 1818. Die Rechtschreibung ist aber behutsam modernisiert worden. Das Werk ist in einer modernen, gut lesbaren, nicht zu kleinen Antiqua-Schrift gesetzt. Je drei Strophen stehen auf einer Seite. Die Seiten sind breit genug, dass auch die längsten Verse in eine Zeile passen und der Lesefluss nicht gestört wird. Längere Passagen in wörtlicher Rede sind kursiv gesetzt, damit die Orientierung beim Lesen erleichtert wird.

 

Eine detaillierte Einführung zur Person des Dichters und zum Inhalt der drei Gesänge ergänzt den Text. Hier wird auch geschildert, wie der Brockhaus-Verlag 1816 einen Preis ausgelobt hat für einen umfangreichen poetischen Text und wie Ernst Schulze noch kurz vor seinem Tod erfahren hat, dass ihm der 1. Preis zuerkannt worden war. Die Einführung geht auch näher ein auf die heutige Bedeutung des Werks und auf die Würdigung, die Schulze in Celle bis heute erfahren hat.

 

Die neue Ausgabe im Format DIN A5 ist gut ausgestattet als Hardcover mit Fadenheftung, und das bei einem sehr günstigen Preis von 9,90 €.

Erhältlich ist das Buch bei Sternkopf & Hübel, Neue Straße 11, Celle, Tel. 05141-93 41 77.

Es kann auch bestellt werden bei der Ernst-Schulze-Gesellschaft über Tel. 05141-5 19 25 oder über E-Mail ernst-schulze-gesellschaft@gmx.de.

 

 

Impressum

Ernst-Schulze-Gesellschaft

c/o Dr. Lothar Haas

Breitscheidstraße 16

29223 Celle

Tel.: 05141 - 51925

eMail-Adresse:

ernst-schulze-gesellschaft@gmx.de

 

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