ERNST-SCHULZE-GESELLSCHAFT

Ernst Schulze 22.03.1789 Celle - 29.06.1817 Celle

Herzlich willkommen

bei der Ernst-Schulze-Gesellschaft

 

Im Jahre 2017 jährt sich der Todestag des in Celle geborenen Dichters Ernst Schulze zum 200. Mal.

Zu diesem besonderen Ereignis hat sich am 16.08.2016 die Ernst-Schulze-Gesellschaft in Celle gegründet....

 

 

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Anderes Poster an der Ernst-Schulze-Säule:

Grundschüler schreiben an den Dichter Ernst Schulze

 

Die Ernst-Schulze-Säule an der Trift, am Eingang zum Gelände des Landkreises, hat ein neues Poster erhalten, das anders ist als alle bisherigen. Darauf sind 19 Briefe an den Dichter Ernst Schulze zu sehen. Geschrieben haben sie Schülerinnen und Schüler einer Klasse der Grundschule Klein Hehlen, 200 Jahre nach Ernst Schulzes Tod. Jetzt hat die Klasse mit ihrer Klassenlehrerin Sally Petersen die Ernst-Schulze-Säule besucht. Die Kinder freuten sich, ihre kleinen Briefe dort wiederzuerkennen.

Im Sommer hatte die Künstlerin Heike Ellermann der Klasse bei einer Schreibwerkstatt über Ernst Schulze erzählt, dass er schon als Schüler sehr viel gelesen hat, dass er viele Gedichte geschrieben hat, aber auch dicke Bücher und dass er schon mit 28 Jahren starb. Lebendig wurde dieses Erzählen, weil die Künstlerin den Dichter als kleine Figur in ihrem Papiertheater auftreten ließ, die alles selbst berichtete. Anschließend hat jedes Kind einen Brief an Ernst Schulze geschrieben. Darin haben die Kinder von sich selbst erzählt, z. B., sie läsen auch gerne, oder sie haben ihm Fragen gestellt. Andere haben ihn bedauert, weil er so jung gestorben ist. Ihre Briefe haben sie mit kleinen Zeichnungen illustriert. All diese Briefe sind jetzt an der Säule zu sehen.

Bei ihrem Besuch haben die Schülerinnen und Schüler sich auch erklären lassen, was alles man dort noch erfahren kann, etwa dass Ernst Schulze die damalige Lateinschule in der Kalandgasse besucht hat.

Bevor die Kinder weitergingen, haben sie die Erwachsenen und sich selbst damit erfreut, dass sie ein Gedicht von Ernst Schulze gemeinsam auswendig vortrugen. In dem Gedicht mit der Überschrift „Hehlen“ heißt es unter anderem:

„Das Dunkle mischt sich lieblich mit dem Hellen,

Und biegsam wird, wenn sanft die Wogen schwellen,

Das Bild bewegt, doch immer fortgerückt.“

Dazu Lehrerin Sally Petersen: „Die Kinder haben selbst gefragt, ob sie nicht ein Gedicht von Ernst Schulze lernen und aufsagen könnten. Das hat mich sehr gefreut.“

Das Wetter spielte mit:

Gelungenes Wandelkonzert mit Ernst Schulze

 

Ungewöhnliches war im Park des Landkreises zu erleben. Nicht Bedienstete der Behörde waren dort beruflich unterwegs und auch nicht Menschen, die ein Amt aufsuchen wollten. Am Freitagnachmittag gingen hier Literaturbegeisterte von einem Ort zum anderen, viele mit einem Klappstuhl, setzten sich hin oder blieben auch stehen und hörten Gedichte, Briefe oder Tagebuchtexte des vor 200 Jahren gestorbenen Celler Dichters Ernst Schulze. Umrahmt wurden die Lesungen mit kurzen Musikstücken aus der Zeit Ernst Schulzes, gekonnt gespielt von Schülerinnen und Schülern der Musikschule des Jugenddorfs.

Dass dieses Wandelkonzert unter freiem Himmel stattfinden konnte, war noch kurz zuvor nicht zu erwarten gewesen. Stundenlang hatte es geregnet und die weitere Vorhersage war ungünstig. Aber kurz vor Beginn der Veranstaltung hörte der Regen auf und es kam sogar ein wenig die Sonne durch. Also ging es, vom Kreistagssaal aus, durch den Park.

Eingeführt durch Saxophonklänge, stellte Hermann Wiedenroth, bekannter Rezitator aus Bargfeld, vor der Kulisse der hohen Bäume im Park einige Texte vor, mit denen die Zuhörer den Dichter auf Heidewegen begleiten konnten, aber auch nach Göttingen und ins Weserbergland.

Am nächsten Ort, nahe der Trift, vor historischen Gebäuden des Landkreises und in Sichtweite der Ernst-Schulze-Säule, übernahm Uwe Winnacker aus Celle, angetan mit Frack, gelber Weste und hohem schwarzen Hut, nach einem Klarinettenvorspiel die Aufgabe des Rezitators und stellte Texte vor, die von Wanderungen Schulzes im Harz stammen. Unter anderem las er aus einem Brief an den Freund Heinrich Bergmann die Beschreibung der Begegnung mit dem „Brockenmädchen Adelheid“.

Bei einer weiteren Station im rückwärtigen Teil des Parks – hier umrahmt durch ein Querflöten-Duo – rezitierte Hermann Wiedenroth einen Brief Ernst Schulzes an seinen Freund Fritz von Bülow vom 2. September 1810, in dem dieser die Wanderung einer Freundesgruppe von Göttingen zur Burgruine Plesse schildert und dann vor allem ein Rollenspiel als mittelalterliche Gesellschaft mit Minnedienst. Schulze beschreibt sehr vergnüglich, wie er die Rolle des Minnesängers, des Dichters spielt, der die Damen zu unterhalten hatte.

Anschließend ging es dann doch noch in den Kreistagssaal, wo Uwe Winnacker, eingeleitet wiederum von Klarinettenklängen, vornehmlich das Gedicht „Auf dem Hübichenstein“ aus dem April 1816 eindrucksvoll präsentierte, mit seiner schaurigen Stimmung und der Schilderung des Elfs, der traurig klagt: „Und nur die Liebe hab’ ich nicht.“ Hier konnte das Publikum sich zusätzlich daran vergnügen, dass der Rezitator, um die felsige Höhe des Hübichensteins symbolisch anzudeuten, auf eine Leiter stieg und von dort herab las.

 

Nach erneutem Saxophonspiel konnte Hermann Wiedenroth das Wandelkonzert mit einigen Gedichten abschließen, darunter dem Sonett „Bodenwerder“, in dem Schulze Lebensmaximen poetisch formuliert und das mit den Versen endet:

„Wohl ist der Mensch verstrickt in Schuld und Wahn;

Doch kann der Strahl des Schönen und des Guten,

Wenn auch umwölkt, ihm nimmer ganz entschwinden.“

Die Zuhörer und Mitwandernden des Wandelkonzerts zeigten sich animiert von dem Gehörten und beflügelt von der Atmosphäre dieses Literatur- und Musikerlebnisses in einem angenehmen Park ebenso wie von den Pausen durch den mehrfachen Ortswechsel. Das Empfinden, an einer gelungenen Veranstaltung teilgenommen zu haben, war allgegenwärtig.

Wieder neues Poster an der Ernst-Schulze-Säule:

Amor als zarter Vogel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach dem Ende der Schulferien kamen vier Schülerinnen der Oberschule Lachendorf zur Ernst-Schulze-Säule an der Trift, Julia S., Greta N., Lilith B. und Stina A., gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin Julia Balser. Sie wollten das neue Poster ansehen, das kurz zuvor angebracht worden war. Dieses Poster gibt ein Bild wieder, das sie gemeinsam im Kunstunterricht mit Patellkreide geschaffen hatten. Vor dem mächtigen Stamm eines Baums ist ein grau-roter Vogel zu sehen, fast unscheinbar, aber mit leuchtendrotem Schnabel.

Mit dem Bild haben sie die erste Strophe eines Gedichts bildnerisch umgesetzt, das der Celler Dichter Ernst Schulze vor mehr als 200 Jahren geschrieben hat:

 

»Amor ist ein zarter Vogel,

Wiegt sich fröhlich auf den Bäumen.

Ach, wie lieblich lässt sich’s träumen,

In dem Schatten,

Wo der holde Vogel singt.«

 

Schon im 19. Jahrhundert sind vielfach Künstler von Versen Ernst Schulzes inspiriert worden und haben sie zu Bildern gestaltet. Auch Julia, Greta, Lilith und Stina haben sich von den poetischen Worten dieses Textes, den sie im Kunstunterricht vorgelegt bekommen hatten, mitreißen lassen. Amor war sicher das auslösende Wort, und sie haben dann das dichterische Bild vom zarten Vogel ganz wörtlich in ihre Zeichnung übertragen. Die Betrachter können so die Sicht der Mädchen gut nachvollziehen.

Nicht nur ihr eigenes Bild besahen die jungen Künstlerinnen. Sie gingen um die Säule herum, ließen sich die Lebensstationen Ernst Schulzes erläutern, konnten Abbildungen seiner Werke sehen und fanden neben dem Porträt des Dichters kurze Zitate von ihm. Sie erfuhren auch, dass seine Texte in viele Sprachen übersetzt wurden und dass sie über viele Jahrzehnte begeistert gelesen wurden.

Das Poster wird noch fast zwei Wochen lang an der Ernst-Schulze-Säule zu sehen sein. Angehörige, Freunde und alle Interessierten werden es aufsuchen können.

Landtagsabgeordneter Adasch
besucht
Ernst-Schulze-Gesellschaft
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Im Dichterraum Celle im Kanzleicafé besuchte der Celler Landtagsabgeordnete Thomas Adasch mit seinem Büroleiter Dominic Nikolaus Wachter die Ernst-Schulze-Gesellschaft.
Wie die Vorstandsmitglieder Elke Haas, Anke Prinzhorn und Lothar Haas beschrieben, ist das Ziel der Ernst-Schulze-Gesellschaft, den früher sehr berühmten Celler Dichter Ernst Schulze und sein Werk wieder bekannter zu machen. Das Jubiläumsjahr, Ernst Schulze starb vor 200 Jahren, bietet dazu Anlass.
Der Vorstand erinnerte daran, dass die Ernst-Schulze-Säule an der Trift mit Bildern und kurzen Texten viele Informationen über den Dichter und seine Zeit bietet.
Schüler und Schulklassen könnten sich auf einem Poster mit Texten Ernst Schulzes bildnerisch auseinandersetzen. Neue Poster werden in Abständen an der Ernst-Schulze-Säule ausgestellt.
Thomas Adasch hörte mit Interesse, dass gerade jetzt ein neues Bild dort angebracht worden ist und dass die Schülerinnen von der Oberschule Lachendorf, die es geschaffen haben, zu einem Pressetermin nach Celle kommen und von ihrer Arbeit mit dem Schulze-Gedicht sprechen werden.
In etlichen Veranstaltungen würden Schulzes Dichtungen vorgestellt, berichtete Elke Haas, auch in Schulen. Damit solle zugleich Werbung für Literatur insgesamt gemacht werden. Haas:
„Gerade junge Leute können so erreicht werden.“ Adasch nannte es sehr unterstützungswürdig, dass Schülerinnen und Schülern einbezogen werden.
Ansehen konnte sich Adasch im Kanzlei-Café die Ausstellung mit Bildern von Heike Ellermann zu Texten von Ernst Schulze.
Anke Prinzhorn und Elke Haas wiesen noch auf das
Wandelkonzert am 18. August, 14.30 Uhr, im Park des Landkreises hin, mit Texten und Gedichten Ernst Schulzes, interpretiert mit Musik.
Diesen Besuch auf seiner Sommertour nannte Thomas Adasch für sich sehr informativ.
 

Kirsten Lühmann besucht Ernst-Schulze-Gesellschaft

 

Auf ihrer Sommertour besuchte Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann die Ernst-Schulze-Gesellschaft im Dichterraum Celle im Kanzleicafé. Elke Haas und Friederike Schiedung vom Vorstand stellten ihr die Absicht dar, an das Werk des früher sehr berühmten Celler Dichters Ernst Schulze zu erinnern. Damit solle zugleich Werbung für Literatur insgesamt gemacht werden.

Gerade auch junge Leute könnten erreicht werden. Vor einer Wand mit Dichterzitaten, darunter eines von Ernst Schulze, hörte Kirsten Lühmann, dass schon an mehreren Schulen Lesungen von Texten des Dichters stattgefunden und dass Schülerinnen und Schüler Poster zu Texten oder zum Leben des Dichters gestaltet haben.

 

Solche Arbeiten werden für jeweils etwa 14 Tage an der Ernst-Schulze-Säule in der Trift ausgestellt.

Kirsten Lühmann unterstützt diese Aktivitäten nachdrücklich, weil sie selbst weiß, wie bereichernd das Lesen und Hören von Literatur ist. Sie erzählte von der Sammlung an Reclam-Heften, die sie von ihrer Mutter geerbt hat und die sie selbst weiter vergrößert.

Im Vorläufer der Reclam-Hefte, Meyer’s Groschenbibliothek, war um 1850 auch der Celler Romantiker Ernst Schulze gedruckt worden, unter dem Verlagsmotto: „Bildung macht frei“. Die Gesprächspartnerinnen waren sich einig, dass dies auch heute eine große Aufgabe ist.

Kirsten Lühnann freute sich über die noch bis Ende August laufende Ausstellung im Kanzlei-Café mit Bildern von Heike Ellermann zu Texten von Ernst Schulze.

Zu einer weiteren Veranstaltung der Ernst-Schulze-Gesellschaft notierte sich Kirsten Lühmann gleich den Termin: Am Freitag, dem 18. August, ab 14.30 Uhr, findet im Park des Landkreises ein Wandelkonzert statt. Dort werden Texte und Gedichte Ernst Schulzes zum Thema Natur und Wandern dargeboten und mit Musik interpretiert.

Friederike Schiedung betonte, jedermann werde dabei Freude haben. Der Eintritt ist frei.

Da der junge Ernst Schulze im 19. Jahrhundert wegen seiner Sprache und seiner Themen besonders von Frauen geschätzt wurde, gehöre er mit in die Geschichte der Frauenemanzipation, meinte Elke Haas, Celle sollte stolz darauf sein.

 

Kirsten Lühmann verabschiedete sich mit guten Wünschen für die Arbeit der Ernst Schulze-Gesellschaft und dankte auch Herbert Wiese, der in seinem Kanzleicafé dem „Dichterraum Celle“ einen Ort bietet.

Ernst Schulze – der Dichter ist nicht vergessen!

Feierstunde zum 200. Todestag

 

Auf dem Hehlentorfriedhof waren rund 50 Menschen zusammengekommen, um des Celler Dichters an seinem 200. Todestag zu gedenken. Die Ernst-Schulze-Gesellschaft hatte zu einer Feierstunde eingeladen, und die Besucher versammelten sich um den Gedenkstein, den der bedeutende Verleger Brockhaus 1855 hier aufgerichtet hatte, lange nach des Dichters Tod. Zur Einstimmung spielte Dietrich Ackemann auf der Trompete die Melodie eines Liedes, das Franz Schubert zu einem Gedicht von Ernst Schulze komponiert hat: „Im Frühling“. Zur Freude der Anwesenden trug Lothar Haas, Vorsitzender der Ernst-Schulze-Gesellschaft, die erste Strophe dieses Liedes auch im Text vor:

„Still sitz’ ich an des Hügels Hang,

Der Himmel ist so klar,

Das Lüftchen spielt im grünen Tal,

Wo ich beim ersten Frühlingsstrahl

Einst, ach, so glücklich war.“

So war Ernst Schulze, der Dichter der Romantik, gleich zu Beginn im Wort und in Schuberts Musik gegenwärtig.

Dietrich Klatt, Kulturpreisträger der Stadt Celle, lenkte in seiner Ansprache den Blick näher auf den Gedenkstein, einen Findling aus Granit mit einer gusseisernen Tafel: „Wir stehen vor einem großen Stein für einen großen Dichter.“ Klatt betonte, Ernst Schulze sei es in seinen Dichtungen, vor allem dem großen Versroman „Cäcilie“, seinen zahlreichen Gedichten und dem Versepos „Die bezauberte Rose“, das durch das gesamte 19. Jahrhundert eine große begeisterte Leserschaft gehabt hat, ganz besonders um die Form der Dichtung gegangen. Alte Versformen wie die Stanze habe er traumwandlerisch eingesetzt, seine Verse flössen im einmal gefundenen Rhythmus leicht dahin. Die streng gebauten Sonette läsen sich wie selbstverständlich.

Das Naturgeschehen habe Schulze immer wieder in seine Dichtung einbezogen. In „Die bezauberte Rose“ habe er die rote Rose ins Zentrum gestellt, in die die begehrte Prinzessin durch einen Feenzauber verwandelt werde.

Wenn Schulze auf Sagen und Mythen vergangener Zeiten zurückgegriffen habe, sagte Klatt, und sich so das Ziel gesetzt habe, große Werke zu schaffen, so sei damit auch das Bestreben verbunden gewesen, die Bildung den Bürgern zu öffnen. Nach zwei Weltkriegen aber hätten Schulzes Themen zu anderen Formen gefunden. Heute sei Information und Aufklärung nötig, um das verschüttete Werk Schulzes wieder lebendig werden zu lassen. Dafür sei es gut, zu bedenken, dass Ernst Schulze auch humorvoll, ironisch oder gar bissig die kleinstädtische Gesellschaft Celles beschreibt und die wichtigen Mienen von „Neuigkeitskrämern“ oder „schöngeisterischen Karrikaturen“ wortschöpferisch ausmacht.

All dies traf das Empfinden der auf dem Hehlentorfriedhof Zusammengekommenen, die sich auch durch den kräftigen Regen, der eingesetzt hatte, nicht von dem Blick auf den Dichter ablenken ließen. Lothar Haas hob hervor, auf der Gedenktafel seien nur die Worte zu finden: DEM DICHTER ERNST SCHULZE. Haas: „Damit ist alles gesagt.“

Dietrich Klatt schloss seine Ansprache mit den Worten: „Die Stadt Celle sollte stolz sein, einen solchen Bürger hinter ihren Mauern gehabt zu haben. Wir verneigen uns vor ihm.“ In diesem Sinne wurden die Rosen, die in der Feierstunde vor dem Gedenkstein gestanden hatten, einzeln an die Anwesenden verteilt.

Ernst-Schulze-Gesellschaft im Kulturausschuss

 

In seiner zweiten Sitzung der jetzigen Wahlperiode ließ der Kulturausschuss des Stadtrats sich über die Ernst-Schulze-Gesellschaft und ihre Arbeit informieren. Der Vorsitzende Lothar Haas begann mit der Wertung, der 1817 mit nur 28 Jahren gestorbene Dichter Ernst Schulze sei einer der größten Söhne Celles. Seine in strengen poetischen Formen verfassten Gedichte, Versromane und -geschichten hatten ihn über das gesamte 19. Jahrhundert zu einem der meistgelesenen Schriftsteller deutscher Sprache gemacht.

 

Besonders hervorzuheben sei seine Versgeschichte „Die bezauberte Rose“, für die Schulze noch kurz vor seinem Tod einen Preis des Verlegers Brockhaus erhielt. In zahllosen Auflagen war gerade dieses Werk immer wieder neu erschienen. Heute sei er dagegen fast vergessen.

Die im vergangenen Jahr in Celle gegründete Ernst-Schulze-Gesellschaft wolle den Dichter wieder bekannter machen. Ernst Schulze könne zwar nach 200 Jahren nicht wieder zum Bestsellerautor gemacht werden, doch lohne es auch heute, sich mit Schulzes Werk zu beschäftigen. Das gelte nicht zuletzt für junge Leute, für Schülerinnen und Schüler.

 

Zu Beginn des Jubiläumsjahres hat die Gesellschaft, wie Lothar Haas schilderte, bereits zwei Gedenktafeln für Ernst Schulze restaurieren lassen, die eine auf dem Hehlentor-Friedhof und die andere am Eltern- und Sterbehaus Robert-Meyer-Platz 1. Da heute im Buchhandel keine Werkausgaben von Schulze angeboten werden, hat die Gesellschaft ein kleines Heft mit Schulze-Texten und mehrere Karten mit Gedichten und anderen kurzen Texten drucken lassen.

 

„Im Zentrum unserer Bemühungen“, betonte Haas, „steht die Ernst-Schulze-Säule an der Trift. Sie fällt durch den überlebensgroßen Kopf von Ernst Schulze auf und ist vor allem eine Literaturausstellung an der Straße, mit vielen Informationen zu dem Dichter, ohne jede Hemmschwelle zugänglich und schnell wahrzunehmen.“ Er schilderte, an der Säule würden in regelmäßigen Abständen auch Poster angebracht, die davon zeugten, wie Schülerinnen und Schüler sich mit Schulze beschäftigt haben. Auch jetzt noch könnten sich Schulen melden, um sich daran zu beteiligen.

 

Auf ein zusätzliches Angebot wies Haas hin: Weiterführende Schulen können kostenlos Veranstaltungen bekommen, in denen der bekannte Rezitator Hermann Wiedenroth aus Bargfeld in das Werk des Dichters einführt und Texte von ihm rezitiert. Auch dazu können sich Schulen jetzt noch entschließen.

 

Auf eine Frage des Ausschussvorsitzenden Bernd Zobel (Bündnis 90 / Die Grünen) äußerte Haas, aus den Schulen seien schon manche positive Reaktionen auf die gemachten Angebote gekommen. Die Erfahrungen zeigten, dass Schülerinnen und Schüler auch heute für Schulzes Werk zu interessieren seien. Wenn es Lehrkräften gelinge, sich im Schulalltag den Freiraum für ein solches Thema zu schaffen, werde deutlich, dass dies gut sei für den gesamten Unterricht und für das Schulleben. Die Angebote könnten auch noch nach den Sommerferien wahrgenommen werden.

 

Im Jubiläumsjahr führt die Ernst-Schulze-Gesellschaft eine ganze Reihe von öffentlichen Veranstaltungen durch, teils auch gemeinsam mit anderen Trägern. Haas nannte beispielhaft eine Ausstellung mit Bildern von Heike Ellermann zu Gedichten von Schulze, ein breitgefächertes musikalisch-literarisches Programm in Habighorst, wo Schulze sich als Junge durch die französischen Ritter- und Feenromane las, eine Veranstaltung am 200. Todestag beim Gedenkstein auf dem Hehlentor-Friedhof und eine Kunstausstellung im Oktober in Winsen „Der Dichter im Baum“. Das Veranstaltungsprogramm, das noch fortgeschrieben wird, ist im Internet zu finden unter www.ernst-schulze.eu.

 

Abschließend unterstrich Haas: „Wir bemühen uns um attraktive Jubiläumsveranstaltungen. Unser Ziel ist aber, dazu beizutragen, dass Ernst Schulze wieder bekannter wird.“

„An der Ernst-Schulze-Säule ist ein neues Schüler-Poster angebracht worden. Die beteiligten Schülerinnen der Oberschule Lachendorf haben daraufhin die Säule mit ihrem Lehrer besucht. Berichte und weitere Fotos dazu finden Sie hier:

https://celleheute.de/ernst-schulze-weckt-kreative-schuelerkraefte/
 

BISHERIGE SCHÜLER-POSTER AKTION AN DER ERNST SCHULZE SÄULE

 

 SCHÜLER-POSTER AN DER ERNST-SCHULZE-SÄULE

 

An der Ernst-Schulze-Säule ist erstmals ein neues, von Schülerinnen und Schülern gestaltetes Poster angebracht worden: Schüler der Klasse 9.1 der Oberschule Lachendorf hatten nach einem alten Stich 12 Porträts von Ernst Schulze im Pop-Art-Stil farblich gestaltet und die Bilder zu einem bunten Poster zusammengefasst. Die Klasse konnte jetzt das Werk an der Säule betrachten. Mit ihren Lehrkräften und mit Mitgliedern der Ernst-Schulze-Gesellschaft führten sie ein lebhaftes Gespräch über ihre Porträts und über Ernst Schulze, den Dichter mit vielen Gesichtern. Sie nutzten auch die Gelegenheit, sich die Ernst-Schulze-Säule im Übrigen als Literaturausstellung im Freien zu begucken. In Abständen sollen in Kürze weitere Poster, die in Schulen entstanden sind, an der Säule präsentiert werden. Jeweils nach einigen Wochen werden sie durch eine neue Arbeit ersetzt.

 

 

Mitreißende Auftaktveranstaltung –

und die Ernst-Schulze-Säule steht

 

Am 25. April fand im reichlich gefüllten Kreistagssaal die Auftaktveranstaltung zum Ernst-Schulze-Jubiläum statt, mit Landrat Klaus Wiswe und vielen Gästen. Im Mittelpunkt standen ein glänzender Vortrag von Professor Jürgen Wertheimer, Tübingen, zur Rolle der Literatur und Oskar Ansulls fesselnde Betrachtungen zu Schulzes kurzem Leben. Das Schubert-Lied „Im Frühling“ nach einem Gedicht von Ernst Schulze, virtuos dargeboten von Ilas Nicević (Tenor) und Slawomir Saranok (Piano), sowie das Flötenduo Marlene Pelz und Hannah-Theresa Strohbecke rundeten die Veranstaltung ab.

Anschließend wurde auf dem Parkgelände des Landkreises unter großem Beifall die Ernst-Schulze-Säule enthüllt, mit dem weithin sichtbaren Porträt des Dichters, mit Bildern und kurzen Texten, an der Straße zu betrachten. So hat Celle jetzt eine Literaturausstellung im Freien, ohne Hemmschwelle und für jedermann.

Einen ausführlicheren Bericht finden Sie hier als PDF-Datei.

 

 

KOSTENLOSE ANGEBOTE

 

Kostenloses Angebot für weiterführende Schulen:

 

 

Hermann Wiedenroth

Bargfeld

 

rezitiert Texte von

Ernst Schulze und führt in das Werk ein.

Interessierte Schulen melden sich unter:

ernst-schulze-gesellschaft@gmx.de.

Kostenloses Angebot:

 

Schulen gestalten Poster für die

Ernst-Schulze-Säule

zu Leben und Werk des Dichters

 

Interessierte Schulen melden sich unter:

ernst-schulze-gesellschaft@gmx.de.

 

 

Impressum

Ernst-Schulze-Gesellschaft

c/o Dr. Lothar Haas

Breitscheidstraße 16

29223 Celle

Tel.: 05141 - 51925

eMail-Adresse:

ernst-schulze-gesellschaft@gmx.de

 

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